Aufgaben und Tätigkeitsmerkmale der Logopädie
Wie bekomme ich eine logopädische Behandlung?
Die Logopädie ist als Heilmittel Bestandteil der medizinischen Grundversorgung. Sie muss von einem Arzt verordnet werden und wird von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen gezahlt. Vom
Gesetzgeber ist eine Eigenbeteiligung vorgeschrieben. Kinder, chronisch Kranke und soziale Härtefälle sind von der Zuzahlung befreit.
Welche Ziele hat eine logopädische Behandlung?
Der Patient / die Patientin soll eine individuell befriedigende Kommunikationsfähigkeit erreichen. Das kann die Schulfähigkeit eines Kindes, eine Wiedererlangung der Berufsfähigkeit eines Erwachsenen
und vor allem eine Verbesserung der Lebensqualität sein.
Was geschieht bei einer logopädischen Behandlung?
Zu Beginn werden Artikulation, Wortschatz, Grammatik, Verstehen von Sprache, Atem-, Stimm- und Schluckfunktionen getestet. Die Ergebnisse dieser Untersuchung bilden zusammen mit dem
ärztlichen Befund die Grundlagen für die Auswahl der Behandlungsmethoden.
Die logopädische Therapie enthält neben spezifischen Übungen Gespräche über den Therapieverlauf und den zu erwartenden Erfolg, die Anleitung zum selbständigen Üben und bei Bedarf auch
psychotherapeutische Elemente. In der Regel dauert eine Therapieeinheit 45-60 Minuten und findet pro Patient 1-2 x wöchtentlich statt. Die gesamte Dauer einer Therapie ist unterschiedlich und richtet
sich nach Art und Ausprägung der vorliegenden Störung. Die Termine erfolgen nach Vereinbarung. Es gibt folgende Therapieformen:
Die Beratung enthält die Aufklärung über Ursache und Auswirkungen der jeweiligen Kommunikationsstörung. Sie informiert über Inhalte und Verlauf der Behandlung und gibt gezielte Hinweise zum verbesserten Umgang im Alltag. Die Behandlung schließt immer eine eingehende Beratung bzw. die Anleitung der Angehörigen mit ein.